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Dres. med. Ralf Denger u. Armin Sammler
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Mikroskopische Kolitis
Kollagene und lymphozytäre Kolitis

Dickdarmdivertikel und Divertikelkrankheit

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Was Sie über Gallensteinbehandlung wissen sollten

Ein Tag wie der andere?
Mein Leben mit Colitis ulcerosa und Autoimmunhepatitis

Darmkrebserkrankungen
Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom)
Enddarmkrebs (Rektumkarzinom)

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Ernährung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
20 Fragen - 20 Antworten

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Natürlich Cholesterin senken!
Indische Flohsamenschalen

Kortikosteroid-Therapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Beschwerden im Analbereich
Was kann es sein?
Was kann man tun?

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
Eine Übersicht über die Krankheitsbilder und ihre Behandlung

Verstopfung
Ein Ratgeber für ältere Menschen
(mit Stuhltagebuch)

Patientenfragen zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Krankheitsbild, Ernährung, Psychotherapie, Staatl. Hilfen/Verbände

Normalisierung der Darmfunktionbei Verstopfung und Durchfall
mit Plantago ovata Samenschalen

Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Schwangerschaft

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Begleiterkrankungen bei Morbus Crohn

Die Darmspiegelung
Zur Diagnostik bei Darmbeschwerden
Zur Darmkrebsfrüherkennung
Wie bereite ich mich vor?
Wie läuft die Untersuchung ab?

Medizinisches Stichwortverzeichnis zu
chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

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CED-Patienten-Tagebuch (für Erwachsene)
für die Betreuung von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) - Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Primär biliäre Zirrhose (PBC) -
Primär sklerosierende
Cholangitis (PSC)

Mein CED-Pass (für Kinder und Jugendliche)
Patiententagebuch für Kinder und Jugendliche mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED)

Patiententagebuch - Lebererkrankungen
Ratgeber für Patienten mit chronischen Lebererkrankungen

Mein Darm ist krank - was nun?
Ein Ratgeber von und für Jugendliche und junge Erwachsene mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
(in Zusammenarbeit mit der DCCV e.V.)

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Wäre doch nur schon morgen....
Ein Leben mit Morbus Crohn und anderen Überraschungen

Leberzellkrebs beim Leberkranken -
Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung

Zink - Ein lebenswichtiges Spurenelement

Wegweiser für den Leberkranken mit Richtlinien zur Ernährung
Ernährung und Ernährungstherapie bei Leberzirrhose und anderen chronischen Leberkrankheiten

Immunsuppressive Therapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Patiententagebuch - Lebererkrankungen
Ratgeber für Patienten mit chronischen Lebererkrankungen

mit freundlicher Unterstützung von Dr. Falk Pharma

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Grundsätzliches zum Blutdruck

Grundsätzliches zum Blutdruck

Das weit verzweigte Blutbahn-System des menschlichen Körpers unterteilt sich in Arterien und Venen. Während die Arterien das Blut vom Herzen zu den Organen transportieren, sind die Venen für den umgekehrten Weg zuständig. Das Herz ist ein pulsierender Muskel, d.h. durch An- und Entspannung des Herzmuskels wird das Blut in Schüben (Puls) in die Arterien gepumpt, wo immer ein höherer Druck als in den zurückführenden Venen herrscht. Zusätzlich bestehen die Wände der Blutgefäße (insbesondere der Arterien) zum Teil aus Muskeln, die sich ebenfalls verengen und auf diese Weise den Blutdruck erhöhen können. Das Zusammenspiel dieser beiden den Blutdruck steuernden Faktoren (Pumpleistung des Herzen und Durchmesser der Blutgefäße) wird von vielen Systemen gesteuert, wodurch der Blutkreislauf flexibel auf alle Einflüsse (Anstrengung, Schmerz, Schlaf...) reagieren kann. Aufgrund dieses Anpassungsverhaltens ist bei einem gesunden Menschen ein leicht schwankender Blutdruck völlig normal. Problematisch wird es, wenn der Blutdruck permanent zu hoch ist, da dadurch Herz und Gefäße dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden.

Bei der Blutdruckmessung wird der Druck in den Arterien gemessen, wobei der erste (systolische) Wert dem höchsten Druck beim Pumpvorgang entspricht, der zweite (diastolische) Wert, den entsprechend niedrigsten Druck beschreibt. Der systolische Wert von 140 mmHG und der diastolische Wert von 90 mmHg bilden die Grenzwerte, ab denen man von Bluthochdruck spricht.

Symptome und Auswirkungen

Symptome und Auswirkungen

In Deutschland leidet fast jeder dritte Erwachsene an Bluthochdruck. Noch problematischer ist allerdings die Tatsache, dass nur jeder zweite Betroffene überhaupt von seiner Erkrankung weiß, denn sie selbst verursacht in der Regel keinerlei Beschwerden.

Bluthochdruck führt zunächst zu einer Verhärtung der Gefäßwände. Anschließend verkalken diese, was wiederum zur Verengung (Arteriosklerose) führt. Hiervon werden insbesondere das Gehirn, das Herz, die Nieren und die Augen geschädigt.

Erst jetzt senden die betroffenen Organe Warnhinweise, die auf schon länger bestehenden Hochdruck hinweisen. Hierzu gehören Symptome wie Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Nasenbluten, Brustschmerzen, Sehstörungen und Kurzatmigkeit. Diese Krankheitszeichen können  bereits ein Zeichen für ernsthafte Schädigungen der einzelnen Organe sein.

Schlaganfallähnliche Symptome wie Bewußtseinsstörungen, Lähmungserscheinungen, aber auch die oben genannten Anzeichen Schwindel und Sehstörungen können auf eine sogenannte hypertensive Krise hinweisen. Dies ist ein durch den Bluthochdruck ausgelöster Notfall, der umgehend vor Ort ärtzlich behandelt werden muss, bevor der Patient in ein Krankenhaus eingeliefert wird.

Die Blutdruckwerte sind bei der hypertensiven Krise stark erhöht, meist über 200 zu 120 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg)

Der einzige Weg der Hypertonie-Früherkennung besteht in der regelmäßigen Blutdruckkontrolle durch den Arzt, da die Organe selbst erst Warnhinweise geben, wenn der Bluthochdruck möglicherweise schon Jahre oder gar Jahrzehnte besteht. Durch eine regelmäßige Untersuchung können die möglichen gravierenden Auswirkungen der Hypertonie verhindert werden. Denn Herz- und Gefäßerkrankungen wie Schlaganfall und Infarkt sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer eins und können durch ärztliche Diagnose und Therapie oft verhindert werden. Auch auf  Nieren und Augen kann eine Hypertonie im Falle der Nicht-Behandlung fatalen Einfluss haben: mögliche Folgen sind Nierenversagen und starke Sehbehinderung bis hin zur Erblindung.

Bluthochdruck im Alter

Bluthochdruck im Alter

50 Prozent aller Personen über 60 Jahre leiden an Bluthochdruck. Ab dem 75. Lebensjahr steigt die Zahl nochmals deutlich an: 75 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer sind betroffen.

Gründe dafür sind der fortschreitende Verlust der Gefäßelastizität, die Einnahme von Bluthochdruck fördernden Medikamenten gegen andere altersbedingte Krankheiten oder eine, oft jahrzentelange, ungesunde Lebensweise.

Doch niemand muss sich damit abfinden, ab einem gewissen Alter an Hypertonie zu erkranken. Denn die Krankheit ist nicht biologisch vorprogrammiert und somit auch nicht unumgänglich. Jeder kann durch gesunde Lebensgewohnheiten dem Bluthochdruck ein Schnippchen schlagen. Ebensowenig sollten Senioren ihre bereits vorhandene Erkrankung als gegeben hinnehmen, sondern dem sogenannten Altershochdruck mit Eigeninitiative und ärztlicher Therapie entgegenwirken. Durch die richtige medikamentöse Behandlung verbunden mit gesundheitsfördernden Maßnahmen (wie salz- und fettarme Kost) plus angemessener körperlicher Betätigigung kann der Blutdruck in der Regel erfolgreich gesenkt werden. Es gilt auch und gerade im Herbst des Lebens, Schäden an Hirn, Herz, Blutgefäßen und Nieren zu vermeiden.

Diabetes und Hypertonie

Diabetes und Hypertonie

Menschen, die an einem Diabetes mellitus leiden sind besonders Hypertonie-gefährdet. Etwa 20 Prozent der Typ 1- und 75 Prozent der Typ 2-Diabetiker leiden an Bluthochdruck. Da Diabetes die Nieren angreift, droht den Betroffenen neben den allgemeingültigen Risiken ein zusätzliches: Nierenschäden erhöhen die Wahrscheinlichkeit an Bluthochdruck zu erkranken, der sich wiederum sehr schädlich auf die Niere auswirkt. Es entsteht also ein Teufelskreis, der letzendlich viele Diabetes-Patienten zur Dialyse (Blutreinigungsverfahren) zwingt.

Durch die aufgrund des Nierenschadens immer weiter ansteigende Hypertonie wächst wiederum das Risiko für andere Folgeerkrankungen. So leiden Diabetiker mit Bluthochdruck viermal öfter an Herz- und Gefäßkrankheiten als  Nicht-Diabetiker mit Hypertonie.

Zuckerkranke müssen daher besonderen Wert auf eine effektive Behandlung des Hochdrucks legen. Ziel der Therapie sind hier Werte unter 140/90 mmHg. Bei Patienten mit bereits vorhandenen Nierenschäden sollten sogar deutlich niedrigere Werte angestrebt werden.

Neben den allgemeingültigen Therapiemaßnahmen wie regelmäßige Blutdruckmessung , Sport und Ernährungsumstellung muss der behandelnde Arzt beim Diabetiker insbesondere auf die Wahl des richtigen Blutdruckmittels achten. Wichtig ist, dass das Medikament nicht in den ohnehin gestörten Stoffwechsel des Patienten eingreift. Dies kann bei einigen Beta-Blockern, die Nicht-Diabetikern zur Blutdrucksenkung verschrieben werden, der Fall sein. Bei vielen Betroffenen haben sich Angiotensin-II-Antagonisten oder ACE-Hemmer bewährt. Eine eingehende Diagnostik und Beratung durch den Facharzt ist hier jedoch zwingend erforderlich.

Das können Sie selbst tun

Das können Sie selbst tun

Ob Sie Ihren Blutdruck aktiv senken oder vernünftigerweise Prävention betreiben wollen: ein wichtiges Erfolgskriterium ist Ihre Lebensweise.

Gesunde Ernährung, sportliche Aktivität, bewusster Umgang mit Genussmitteln und Stressabbau sind wesentliche Faktoren zur Senkung und Vorbeugung von Hypertonie. Selbstverständlich sind umsichtige Lebensgewohnheiten kein Ersatz, sondern lediglich Ergänzung zu den vom Arzt verordneten Therapie- oder Präventionsmaßnahmen.

Hier finden Sie einige Tipps für ein "hochdruckfreies" Leben:

Ernährung

Fettige und/oder süße Speisen führen zu Übergewicht, welches einer der Hauptauslöser für Hypertonie ist. Dagegen haben ungesättigte Fettsäuren, die in vielen Fischsorten oder Pflanzenölen vorkommen, eine direkte blutdrucksenkende Wirkung. Daher ist es besonders wichtig, auf eine fettarme und ausgewogene Ernährung zu achten. Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, verzichten Sie auf Fleisch mit hohem Fettgehalt und kochen Sie sich lieber einmal ein Fischgericht.  

Mindestens ebenso wichtig: essen Sie salzarm! Sie sollten täglich nicht mehr als 5g (etwa ein Teelöffel) Kochsalz (Natrium) zu sich nehmen. Achten Sie schon beim Kochen darauf, vermehrt andere Würzmittel wie Kräuter oder Pfeffer zu verwenden und salzen Sie Ihr Essen nicht nach. Lesen Sie beim Kauf der Lebensmittel den Natriumgehalt in der Nährwertinformation. Sehr empfehlenswert sind Produkte mit maximal 0,3g Kochsalz pro 100g. Bedingt empfehlenswert, also geeignet für den gelegentlichen Genuss, sind solche mit maximal 1g Kochsalz pro 100g. Verzichten Sie komplett auf alle Lebensmittel, in denen mehr als 1g Kochsalz pro 100g enthalten sind.

Noch eine gute Nachricht: Nach neuesten Studien soll der Genuss von dunkler Schokolade blutdrucksenkend wirken!

Sport und körperliche Betätigung

Sport ist gesund! Dies gilt auch in Sachen Bluthochdruck. Dennoch sollten Sie sich von Ihrem Arzt beraten lassen. Denn welche Sportart Sie betreiben sollten, hängt stark von Ihrem Alter und Ihrer körperlichen Verfassung ab. Dennoch gilt generell: regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Faktor zur Regulierung des Blutdrucks.

Koffein, Alkohol und Nikotin

Kaum jemand wird überraschen, dass diese Genussmittel Hypertonie verstärken und fördern. Der komplette Verzicht bleibt Ihnen aber erspart, zumindest was Koffein und Alkohol betrifft. Normaler Kaffeekonsum hat in der Regel keinen Einfluss auf einen eventuellen Bluthochdruck. Natürlich sollten Sie auch hier nicht übertreiben. Drei bis vier Tassen pro Tag dürfen getrunken werden. Allerdings belegen neueste Studien, dass häufiges Colatrinken (egal ob mit Zucker oder Süßungsmitteln) den Blutdruck durchaus erhöhen kann. Deshalb sollten Sie lieber auf die braune Brause verzichten.

Auch dem Alkohol müssen Sie nicht völlig abschwören. Hier gilt: lieber in Maßen statt maßlos! Etwas Bier oder Wein zum Essen oder in gemütlicher Runde hat in der Regel keine negative Auswirkung.

Auf Nikotin sollten Sie aber ganz und gar verzichten, denn das Rauchen hat direkten Einfluss auf den Blutdruck. Lassen Sie sich Tipps zur Entwöhnung von Ihrem Arzt geben.

Entspannung und Stressreduktion

Jeder kann seinen eigenen Weg finden, besser mit Stress umzugehen. Ob Sie einen Spaziergang im Wald machen, in die Sauna gehen oder Yoga praktizieren - probieren Sie aus, was für Sie das Beste ist. Denn Entspannung  ist ein sehr wichtiger Faktor zur Behandlung und Vorbeugung von Bluthochdruck. Legen Sie auch während der Arbeit regelmäßige Pausen ein. Sollten Sie einer sehr belastenden Lebensituation mit hohem Stressfaktor  ausgesetzt sein, empfiehlt sich eine therapeutische Beratung.

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